Zu Hause aufladen: Die Ausnahme, nicht die Regel
Derzeit ist das Laden zu Hause für die meisten Besitzer von Elektrofahrzeugen noch nicht möglich. Da nur 7 % der Tiefgaragen mit Ladestationen ausgestattet sind, hat die überwiegende Mehrheit der Bewohner, die in der Tiefgarage parken, keine Möglichkeit, ihr Fahrzeug zu Hause aufzuladen. Die Kluft zwischen den Ambitionen hinsichtlich der Verbreitung von Elektrofahrzeugen und der Realität beim Laden ist eklatant.
Eine ADAC-Umfrage hat das volle Ausmaß des Problems aufgezeigt: 82 % der Immobilien verfügen nach wie vor über keine Lademöglichkeiten. Für die Millionen Deutschen, die in Mehrfamilienhäusern leben, bedeutet das Laden eines Elektroautos, dass sie vollständig auf die öffentliche Infrastruktur angewiesen sind – eine Infrastruktur, die in vielen Gegenden selbst noch völlig unzureichend ist.
Die Hindernisse für den Fortschritt
Mehrere Faktoren bremsen weiterhin den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Privathaushalte:
- Die Nutzung grüner Energie nimmt zu, doch die Verfügbarkeit von Ladestationen hält damit nicht Schritt. Immer mehr Menschen möchten Elektroautos fahren, können diese aber an ihrem Wohnort nicht aufladen.
- Die derzeitigen Ausbaupläne kommen zu langsam voran. Bei der derzeitigen Ausbaugeschwindigkeit wird Deutschland seine Infrastrukturziele bei weitem verfehlen.
- Staatliche Unterstützung und vereinfachte Angebote sind unerlässlich. Der rechtliche Rahmen ist zwar vorhanden, doch die Umsetzung bleibt für Immobilienbesitzer komplex und kostspielig.
- Die jüngsten gesetzlichen Änderungen haben bislang noch keine nennenswerten Auswirkungen gezeigt. Zwar räumt das deutsche Recht Mietern nun das Recht ein, die Installation einer Ladestation zu beantragen, doch die praktischen und finanziellen Hürden sind nach wie vor beträchtlich.
Besitzer von Elektroautos können auf das Beste hoffen
Deutschland strebt an, bis 2030 15 Millionen Elektrofahrzeuge auf den Straßen zu haben. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ein massiver Ausbau der Infrastruktur erforderlich: In den kommenden Jahren müssen etwa 1 Million öffentliche Ladestationen und 10 Millionen halbprivate Ladestationen installiert werden.
Diese Zahlen sind zwar erschreckend, stellen aber auch eine enorme Chance dar. Die Technologie, um das Laden von Elektrofahrzeugen zu Hause einfach und erschwinglich zu machen, ist bereits heute verfügbar – was fehlt, ist der Wille, sie in großem Maßstab einzusetzen.
Wir bei HeyCharge sind der Überzeugung, dass der Umstieg auf Elektrofahrzeuge so einfach wie möglich sein sollte. Wir arbeiten mit Akteuren aus der gesamten Wertschöpfungskette zusammen, um die Verfügbarkeit von Lademöglichkeiten für alle Nutzer zu verbessern – unabhängig davon, wo sie wohnen oder parken. Denn die Zukunft der Mobilität sollte nicht davon abhängen, ob man das Glück hat, eine Garage mit Internetanschluss zu besitzen.